>> > Regeln > Doping
Menü
Regeln
Doping
Kick-Boxen
Allgemeines zum Doping Seite 66-71
Verbotene Wirkstoffe und Methoden Seite 72-77


Beispielliste zulässiger Medikamente
Nationale Anti Doping Agentur
Stand: 01. Januar 2004
Die nachfolgenden Listen beinhalten eine Auswahl erlaubter Medika-
mente. Deren Gebrauch ist mit den Dopingbestimmungen der WADA
vereinbar. Bei nationalen und internationalen Wettkämpfen gelten die
Regeln des jeweiligen Weltverbandes. Im Zweifelsfall sollte mit dem
Verbandsarzt RĂĽcksprache genommen werden.
Die Medikamente sind in verschiedene Gruppen eingeteilt; das Gliede-
rungsschema berĂĽcksichtigt in erster Linie Leitsymptome bzw. Be-
schwerden. In jeder Gruppe sind die Medikamente in alphabetischer
Reihenfolge aufgefĂĽhrt. Das gleiche Medikament kann in mehreren
Gruppen aufgelistet sein.
Die Rote Liste 2003-2 (Arzneimittelverzeichnis des Bundesverbandes
der Pharmazeutischen Industrie e.V.) ist - von wenigen Ausnahmen
abgesehen - Basis dieser Liste zulässiger Medikamente. Von den rund
9500 Präparaten der Roten Liste wurden ca. 6% für diese Liste zuläs-
siger Medikamente ausgewählt. Die Auswahl ist subjektiv und soll
hauptsächlich jene Präparate erfassen, die bei Sportlern häufiger zur
Anwendung kommen. Die Nennung eines Präparates bedeutet weder
Werbung noch Empfehlungen hinsichtlich seiner Wirksamkeit.

Die vorliegende Liste zulässiger Medikamente nennt zur Vorbeugung
und Behandlung verschiedener Beschwerden und Erkrankungen bei-
spielhaft Wirkstoffe und die Handelsnamen (Monosubstanzen) oder nur
die Handelsnamen von erlaubten Medikamenten. Wenn beabsichtigt
wird, andere, hier nicht aufgelistete Präparate zu verwenden, sollte
gewissenhaft geprüft werden, ob alle Bestandteile dieses Präparates
auch tatsächlich erlaubt sind. Im Analogieschluss ist es in vielen Fällen
möglich, weitere, in dieser Liste nicht aufgeführte Präparate auszuwäh-
len. Rp bedeutet rezeptpflichtig.
In der Roten Liste steht häufig der gleiche Handelsname für mehrere
Darreichungsformen oder der Hauptname erhält ergänzende Begriffe,
wenn es sich um Kombinationen handelt. Wenn alle Darreichungsfor-
men und Kombinationen, die den gleichen Hauptnamen tragen, erlaubt
sind, wird lediglich dieser Hauptname genannt. Die Darreichungsform
wird genannt, wenn es für das Verständnis wichtig erscheint oder nur
bestimmte Darreichungsformen erlaubt sind.
eispielsweise gibt es sechs Präparate mit dem Hauptnamen Bronchicum:
B
- Bronchicum Elixir S
- Bronchicum Pastillen
- Bronchicum Med.-Bad mit Thymian
- Bronchicum Mono Codein
- Bronchicum Kapseln
Bronchicum Tropfen
-
In der Liste zulässiger Medikamente ist nur der Hauptname Bronchicum aufge-
ührt. Daraus kann abgeleitet werden, daß alle sechs Präparate erlaubt sind.
f
Bei einzelnen Gruppen wurden ergänzende Anmerkungen gemacht, um auf
Besonderheiten hinzuweisen oder Verwechslungen zu vermeiden.

Gruppenverzeichnis
1. Schnupfen
(Nasentropfen und -spray)
2. Augen- und Ohrenbeschwerden
3. Bronchitische Beschwerden
(Husten, Auswurf)
4. Grippale Infekte, Fieber
5. Kopf- und Zahnschmerzen sowie Menstruationsbeschwerden
(siehe auch grippale Infekte, Fieber)
6. Halsschmerzen
(Mund- und Rachentherapeutika)
7. Asthmatische Beschwerden
8. Allergien, Heuschnupfen
(siehe auch Schnupfen)
9. Magen- und Darmbeschwerden einschlieĂźlich Sodbrennen
10. Ăśbelkeit und Erbrechen
(siehe auch Magen- und Darmbeschwerden)
11. Durchfall und Verstopfung
(siehe auch Magen- und Darmbeschwerden)
12. Gallen- und Nierenkoliken
13. Kreislaufbeschwerden
14. Schlafstörungen
15. Kontrazeptiva
16. Antibiotika
17. Hauterkrankungen
(z. B. Hautinfektionen durch Bakterien, Viren und Pilze einschlieĂźlich
Akne; Juckreiz und Ekzeme; Hämorrhoidenmittel; Wundbehandlungs-
mittel)
18. Akute Verletzungen
(siehe auch Muskel- und Gelenkbeschwerden)
19. Muskel- und Gelenkbeschwerden
(insbesondere nichtsteroidale Antirheumatika - NSAR)
20. Weitere zur Behandlung orthopädischer Beschwerden ein-
gesetzte Medikamente
21. Vitamin-, Mineral- und Spurenelementpräparate
22. Sog. Immunstimulantien und Immunglobuline
23. Impfungen

1. Schnupfen (Nasentropfen und -spray)
- Xylometazolin z.B.
Imidin
Olynth
Otriven
- weitere Mittel mit vergleichbaren
Inhaltsstoffen z.B.
Nasivin
Rhinospray
- sonstige Mittel z.B. Coldastop
Nasen-Ă–l, Rhinomer
Weitere Medikamente gegen
allergische Rhinitis,
z. B. Heuschnupfen, siehe unter
„Allergien, Heuschnupfen“
2. Augen- und Ohrenbeschwerden (Tropfen, Sal-
ben)
- Cromoglycinsäure z.B.
DNCG Augentropfen
Opticrom
Vividrin antiallergische Augen-
tropfen
- Dexamethason* z. B.
Dexamethason-Augensalbe* Rp
Dexa-Polyspectran* Rp
Isopto-Dex*
Isopto-Max*
Otobacid N*
- sonstige Mittel
Allergopos N
Antistin-Privin Augentropfen
Aureomycin Augensalbe Rp
Bepanthen Augen- und Nasen-
salbe
Cerumenex N
Efemolin Rp
Gent-Ophtal Rp
Kanamytrex Rp
Livocab
Nebacetin Augensalbe Rp
Otalgan
Otriven Augentropfen
Sophtal-POS N
Vidisept
Yxin
Zovirax Augensalbe
• Der Gebrauch ist anzei-
gepflichtig.
• Hinweise hinten.

3. Bronchitische Beschwerden
- Acetylcystein z. B.
ACC
Acetylcystein
Fluimucil
Mucret
- Ambroxol z. B.
Ambroxol
Bronchopront
Mucosolvan (verboten Spas-
mo-Mucosolvan s. Pkt. 7)
stas-Hustenlöser
- Bromhexin z. B.
Bisolvon
Bromhexin
- Codein z. B.
Bronchicum Mono Codein Rp
Codein Rp
Codicaps mono Rp
Codipront mono Rp
Optipect Kodein Forte Rp
- sonstige Mittel z. B.
Bronchoforton
Bronchicum
Capval (Noscapin) Rp
Gelomyrtol
Locabiosol
Melrosum
Pinimenthol
Sedotussin
Silomat
Sinupret
Soledum
Transpulmin
4. Grippale Infekte, Fieber (Saft, Tabletten, Tropfen)
- Acetylsalicylsäure z. B.
Aspirin
ASS
Boxazin
- Ibuprofen z. B.
Contraneural
Ibuprofen
- Paracetamol z. B.
Ben-u-ron
Paracetamol
Sinpro N
- sonstige Mittel z. B.
Arbid N
Contramutan D/-N
Dolviran N (enthält u. a. Codein)
Rp
Gelonida N A (enthält u. a. Co-
dein) Rp
Gripp-Heel

5. Kopf- und Zahnschmerzen sowie
Menstruationsbeschwerden
(siehe auch grippale Infekte,
Fieber)
Buscopan
Dismenol
Dolomo TN (enthält u. a. Codein)
Rp
Ergo-Kranit Rp
Gabrilen Rp
Indometacin Rp
Optalidon N Rp
Proxen Rp
Tramadol Rp
Urem
6. Halsschmerzen (Mund- und Rachentherapeutika)
z. B.
Ampho-Moronal Lutschtabletten
Rp
Bepanthen
Betaisodona Mund-Antiseptikum
Bromhexin
Dynexan Mund Gel Rp
Dobendan
Dolo-Dobendan
Dontisolon* Rp
Dorithricin original Halstabletten
Dynexan
Emser Pastillen
Frubienzym Halsschmerztabletten
Hexoral
JHP Rödler
Isla-Moos
Kamillosan Mundspray
Laryngomedin N
Lemocin Lutschtabletten
Lemocin CX Gurgellösung
Mallebrin
Meditonsin
Moronal Suspension
Pyralvex
Salviathymol N
Tantum verde Rp
7. Asthmatische Beschwerden
- Cromoglicinsäure z. B.
Cromo
DNCG
Intal
- Theophyllin z. B.
Theophyllin Rp
Tromphyllin Rp
Uniphyllin Rp
- sonstige Mittel z. B.
Atrovent Rp

Euspirax Rp
Ketotifen Rp
Singulair Rp
Glukokortikosteroide* nur zur
Inhalation erlaubt: z. B.
AeroBec* Rp
atemur* Rp
Beclohexal* Rp
Beclometason* Rp
Bronchocort* Rp
Budesonid* Rp
Flutide* Rp
Pulmicort* Rp
Respicort* Rp
Syntaris* Rp
Ventolai*r Rp
Nur folgende vier Beta-2-
Agonisten sind zur Inhalation
(als Diskus Dosier-Aerosol, Lö-
sung, Pulver u.a.) erlaubt. Der
Gebrauch ist anzeigepflichtig.
Hinweise hinten.
- Formoterol z. B.
Foradil Rp
Oxis Rp
Symbicort* (und Budesonid) Rp
- Salbutamol z. B.
Apsomol Rp
Bronchospray Rp
Salbulair Rp
Salbutamol Rp
Sultanol Rp
- Salmeterol z. B.
aeromax Rp
atmadisc* (und Fluticason) Rp
Serevent Rp
Viani* (und Fluticason) Rp
- Terbutalin z. B.
Aerodur Rp
Bricanyl Rp
Verboten in jeder Darreichungs-
form sind z. B.:
Clenbuterol (z. B. Spiropent®,
Spasmo-Mucosolvan®)
Fenoterol (z. B. Berodual®,
Berotec®, Ditec®), Partusisten ®
Reproterol (z. B. Aarane,
Allergospasmin,
Bronchospasmin®)
8. Allergien, Heuschnupfen
(siehe auch Schnupfen)
- Cetrizin
Cetrizin
Zyrtec
- Cromoglicinsäure z. B.
Allergocrom
Colimune
Intal
Lomupren
Opticrom
Vividrin
- Dexametason* z. B.
Dexa-Rhinospray Mono* Rp

- Mometason
Asmanex Rp
Nasonex Rp
- sonstige Mittel z. B.
Aerius Rp
Lisino
Livocab-Nasenspray
Lorano
Mizollen Rp
Nasivin
Pulmicort Topinasal* Rp
Syntaris* Rp
Tavegil
Telfast Rp
Terfenadin
9. Magen- und Darmbeschwerden
einschlieĂźlich Sodbrennen
- Loperamid z. B.
Azuperamid Rp
Imodium z. T. Rp
Loperamid z. T. Rp
- Metoclopramid z. B.
MCP Rp
Metoclopramid Rp
Paspertin Rp
- sonstige Mittel z. B.
Agiocur
Agiolax
Aludrox
Antra Rp
Buscopan
Ceolat
Cimetidin Rp
Citropepsin
Combizym
Cytotec Rp
Dulcolax
Elugan N
Enzym-Lefax
Enzynorm forte
Euflat
Gastrozepin Rp
Gaviscon
Gelusil
Hepa-Merz
Hylak N
Iberogast
Kohle-Compretten
Kompensan
Kreon
Lefax
Maalox
Maaloxan
Medilet
Meteosan
Meteozym
Motilium Rp
Omaprazol
Pankreatin
Pankreoflat
Pankreon

Pantozol Rp
Perenterol
Riopan
Solugastril
Sostril z. T. Rp
Tagamet Rp
Talcid
Tannacomp
Tannalbin
Ulcogant Rp
Zantic z. T. Rp
Vorsicht! Tepilta (Oxatacain)
kann zu den
verbotenen Wirkstoffen Phenter-
min und Mephentermin
metabolisieren
10. Ăśbelkeit und Erbrechen
(siehe auch Magen- und Darmbeschwerden)
z. B. Aequamen Rp
Paspertin Rp
Peremesin N Rp
Scopoderm TTS Rp
Vomex A
11. Durchfall und Verstopfung
(siehe auch Magen- und Darmbeschwerden)
- Loperamid z. B.
Imodium z. T. Rp
Lopedium z. T. Rp
Loperamid z. T. Rp
- sonstige Mittel z. B.
Agaroletten
Agiolax
Depuran
Dulcolax
Glycilax
Hepaticum-Lac-Medice
Kohle-Compretten
Kohle-Hevert
Laxoberal
Medilet
Mediolax
Metifex
Neda FrĂĽchtewĂĽrfel
Perenterol
Tannacomp
Tannalbin
Tirgon
Traxaton
12. Gallen- und Nierenkoliken
z. B.
Buscopan
Cholspasmin
Confortid Rp
Nitrolingual Kapseln Rp
Novalgin Rp

13. Kreislaufbeschwerden
z. B. Agit depot Rp
Angioton S
DHE Rp
Ergont Rp
Verladyn Rp
Verboten: Agit plus
14. Schlafstörungen
- Benzodiazepine z. B.
Adumbran Rp
Dalmadorm Rp
Lendormin Rp
Mogadan Rp
Nitrazepam Rp
Noctamid Rp
Planum Rp
Tetrazepam
- sonstige Mittel z. B.
Atosil Rp
Euvegal
Halcion Rp
Plantival
Stilnox Rp
Valdispert
Zopicalm Rp
15. Kontrazeptiva
Alle Antibabypillen Rp
16. Antibiotika
Alle Präparate, die ausschließlich Antibiotika enthalten Rp

17. Hauterkrankungen
(z. B. Hautinfektionen durch Bakterien, Viren und Pilze einschl. Akne;
Juckreiz und Ekzeme; Hämorrhoidenmittel, Wundbehandlungsmittel)
z.B.
Aknemycin Rp
Ampho-Moronal Rp
Anaesthesin
Aureomycin Rp
Bepanthen
Betaisodona
Canesten
Collomack
Contractubex
Daktar z. T. Rp
Decoderm* Rp
Dermi-cyl Allerg Salbe
Desitin
Elacutan
Epi-Pevaryl
Fucidine Rp
Hametum
Ichtholan
Ichthoseptal Rp
Ichthyol
Ilon-AbszeĂź-Salbe
Iruxol Rp
Jellin* Rp
Kamillosan
Kodan
Kortikoid-ratiopharm* Rp
Lamisil Rp
Leukase N Rp
Locacorten* Rp
Locacorten-Vioform* Rp
Loceryl
Lomaherpan
Lotricomb* Rp
Moronal
Mycospor
Nebacetin Rp
Nizoral (Tabl. Rp)
Pandel* Rp
Panthenol
Primasept
Refobacin Rp
Rivanol
Schrundensalbe-Dermi-cyl
Sempera Rp
Sofra-TĂĽll Rp
Soventol
Soventol HC*
Tannolact
Tonoftal
Topisolon* Rp
Topsym* Rp
Traumeel S
Virunguent Rp
Volon A* (nur als Creme, Salbe,
Spray) Rp
Wobe-Mugos EZinksalbe
Zostrum Rp
Zovirax Rp

18. Akute Verletzungen
(siehe auch Muskel- und Gelenkbeschwerden)
- Bromelain z. B.
Bromelain -POS
Phlogenzym
Traumanase forte
- Diclofenac z. B.
Arthotec Rp
Diclofenac Rp
Rewodina Rp
Voltaren Rp
- Ibuprofen z. B.
Contraneural Rp
Dolgit Rp
Ibuprofen Rp
- sonstige Mittel z. B.
Aniflazym Rp
Celebrex Rp
Rantudil Rp
Reparil
Rheumon
Sympal Rp
Traumeel S
Vioxx Rp
Wobenzym N
Externa (z. B. Salben):
Algesal
Dolobene
Dolo-cyl Ă–l
Elmatacin
Enelbin
Etrat
Felden-top
Finalgon
Hirudoid
Kytta
Kytta-Balsam f
Mobilat
Phlogont
Reparil
Rheumon
Salhumin
Spolera
Spondylon Einreibung
Sportupac M
Thrombophob
Trauma-cyl salbe
Trauma Salbe Rödler
Traumon
Varicylum-S Salbe
Venalitan
Voltaren Emulgel Rp
19. Muskel- und gelenkschmerzen
(insbesondere nichtsteroidale Antirheumatika - NSAR)
- Diclofenac z. B.
Allvoran Rp
Delphinac Rp
Diclofenac Rp
Diclophlogont Rp
Effekton Rp
Voltaren Rp
- Ibuprofen z. B.

Ibuphlogont
Ibuprofen
Optalidon 200)
- Indometacin z. B.
Elmetacin
Indometacin
Indo-Phlogont Rp
- Ketoprofen z. B.
Alrheumun Rp
Orudis Rp
Spondylon Rp
- Naproxen z. B.
Naproxen Rp
Proxen Rp
- sonstige Mittel z. B.
Ambene Rp
Contraneural Rp
Dolo-cyl Ă–l
Dolo-Neurobion
Felden Rp
Phlogont
Piroxicam Rp
Rantudil Rp
Rheumon
20. Weitere zur Behandlung orthopädischer Be-
schwerden eingesetzte Medikamente
AHP 200 Rp
anabol-loges
Dona 200-S
Hyalart Rp
Keltican N
Limptar N
Musaril Rp
Spondyvit
Symphytikum Komplex Amp.
Synvisc
Zeel

21. Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelement-
präparate
anabol-loges
Aquo-Cytobion 500
Betabion
Biomagnesin
BVK Roche
Calcium
Cebion
Cetebe
Curazink
Cytobion
Elotrans
Eryfer
Eunova
E-Vitamin-ratiopharm
Ferrlecit
ferro sanol
Folgamma
Folsan
frubiase calcium forte Rp
frubiase calcium T
Hexobion
Inzelloval
Inzolen
Kalinor
Kendural
Löscalcon
Lösferron
Macalvit
magnerot
Magnesiocard
Magnesium-Diasporal
Magnesium Verla
Magnetrans
Medivitan N
Mg 5 - Longoral
Multibionta
Multivitamin
Natabec
Neuro-Effekton B
Phosetamin
Polybion
Rekawan
selenase Rp
Spondyvit
Tridin Rp
Tromcardin
Trophicard
Unizink
Vigantol Rp
Vigantoletten
Vitamin A+E-Hevert
Vitamin B1-ratiopharm
Vitamin B6-ratiopharm
Vitamin B12-ratiopharm
Vitasprint B12
Zentramin Bastian N
Zinkorotat

22. Sog. Immunstimulantien und Immunglobuli-
ne
Beriglobin Rp
Broncho-Vaxom Rp
Contramutan
delimmun Rp
Echinacea
Echinacin
Esberitox
Gripp-Heel
Infekt-Komplex Ho-Fu-Complex
IRS 19 Rp
Luivac Rp
Lymphozil
Pascotox
Resistan
Ribomunyl Rp
toxi-loges
Uro-Vaxom Rp
23. Impfungen
Keine Beschränkungen.
Impfungen sollten rechtzeitig geplant und nach Möglichkeit in der
wettkampffreien Zeit eingenommen werden.
_______________________________________________________________
Der Gebrauch der Beta-2-Agonisten (Formoterol, Salbutamol, Salmeterol und
Terbutalin) als Inhalation sowie der nicht systemische (lokale) Einsatz von
Glukokortikoiden ist anzeigepflichtig.
Nähere Informationen und die erforderlichen Formulare sind unter
www.nada-bonn.de zu finden und herunter zu laden.
IMPRESSUM
Herausgeber: Nationale Anti Doping Agentur in Zusammenarbeit mit:
Heussallee 38
Deutsche Gesellschaft fĂĽr Sportmedizin
53113 Bonn
und Prävention (Deutscher Sportärztebund) e. V.
Tel.: 0228 - 81292-0
Fax : 0228 81292 29
E-Mail: anfrage@nada-bonn-de
Internet: www.nada-bonn.de
8. geänderte Auflage Januar 2004

Die NADA haftet nicht fĂĽr die Inhalte erteilter AuskĂĽnfte, die im Rahmen von
Anfragen über die Zulässigkeit der Verwendung eines bestimmten Medika-
mentes oder der Anwendung einer Methode („Medikamentenanfragen“) erteilt
werden, sofern seitens der NADA kein vorsätzliches oder grob fahrlässiges
Verschulden vorliegt. Der Haftungsausschluss gilt auch für mögliche Schäden
die aufgrund der Erteilung einer unrichtigen Auskunft entstanden sind.
Weder durch das Informationsangebot auf den Internetseiten der NADA, noch
durch die Erteilung von individuellen AuskĂĽnften im Rahmen von Medika-
mentenanfragen entstehen Informations- oder Beratungsverträge zwischen den
Nutzern und der NADA mit Wirkung fĂĽr oder gegen die NADA. Die AuskĂĽnf-
te dienen ausschlieĂźlich einer Information des Nutzers in Form einer Wissens-
erklärung. Die Befolgung von Ratschlägen aus einer Auskunft liegt außerhalb
der Verantwortung der NADA. Jeder Nutzer handelt insofern nur auf eigene
Gefahr.
Zum Einsatz von Beta-2-Agonisten zur Behandlung
Zur Behandlung einer obstruktiven Lungenerkrankung, eines allergischen
oder eines Anstrengungsasthmas dĂĽrfen Ephedrin wie auch systemisch
eingesetzte Kortikosteroide nicht angewandt werden. Mittel der Wahl sind
heute Beta-2-Agonisten. Diese unterliegen jedoch dem Dopingverbot. Sie
werden von der WADA in einer eigenen Gruppe klassifiziert.
Um den betroffenen Sportlern zu helfen, hat die WADA nachfolgende vier
Wirkstoffe für Wettkämpfe zur Inhalation (by inhaler) zugelassen. Darunter
fallen die Darreichungsformen wie Dosier-Aerosole, Pulver zur Inhalation,
Diskus, Inhalationslösung, Fertiginhalat, EasyHaler u.ä.. Sollen die Beta-2-
Agonisten zur Behandlung eingesetzt werden muss ein entsprechender Antrag
auf Ausnahmegenehmigung (TUE-2) gestellt werden. Der Nachweis der
Erkrankung muss durch eine Lungenfunktionsuntersuchung mit und ohne
Medikation belegt werden.
Die vier Wirkstoffe mit Beispielen (Rote Liste 2003/2):
Formoterol Foradil® P Kapseln mit Pulver zur Inhalation,
Foradil® Dosieraerosol, Oxis® Turbohaler®
Salbutamol Apsomol® N Aerosol, Apsomol® Inhalationslösung,
Apsomol® Fertiginhalat Lösung, Bronchospray®
novo Dosier-Aerosol, Broncho Inhalat Lösung,
Broncho Fertiginhalat Lösung, Bronchospray® Au-
tohaler®, Cyclocaks Salbutamol, Epaq® ,Pädiamol®
Inhalationslösung, Pädiamol® Fertiginhalat, Penta-

mol® Fertiginhalt, Salbu-Fatol® Inhalationslösung,
Salbuhexal® Easyhaler® , Salbuhexal® Fertiginhalat,
Salbuhexal® Inhalationslösung, Salbuhexal® Do-
sieraerosol, Salbulair® N Autohaler® , Salbulair®
Dosieraerosol, Salbulind® Lösung für Vernebler,
Salbu Novolizer® Pulver z. Inhalation, Salbupp®
Inhalationslösung, Salbupp® Fertiginhalat, Salbu-
tamol AL Fertiginhalat, Salbutamol AL Inhalat,
Salbutamol AL Salbutamol, Salbutamol-
ratiopharm® Inhalationslösung, Salbutamol-
ratiopharm® Fertig-inhalat, Salbutamol-ratiopharm®
N Dosieraerosol, Salbutamol STADA® Inhalat,
Salbutamol STADA® Fertig-inhalat, Salbutamol
STADA® Dosieraerosol, Salbutamol Trom® Ferti-
ginhalat, Salbutamol Trom® Inhalationslösung, Sal-
butamol von ct Dosieraerosol,
Sultanol® /forte Fertiginhalat, Sultanol® Inhalation-
slösung, Sultanol® Dosier-Aerosol, Sultanol® Rota-
disk®, Ventilastin® Novolizer®
Salmeterol aeromax® Dosier-Aerosol, aeromax® Diskus®,
Serevent® Dosier-Aerosol, Serevent® Diskus®
Terbutalin Aerodur® Turbohaler®, Bricanyl® 1% Lösung zur
Inhalation,
Die systemische Einnahme dieser Wirkstoffe z. B. als Tabletten, Kapseln,
Injektion, Tropfen oder Saft ist nicht gestattet.
Bei Kontrollen außerhalb der Wettkämpfe werden Clenbuterol und Salbu-
tamol als anabole Wirkstoffe eingestuft. Clenbuterol ist grundsätzlich verbo-
ten. Salbutamol zählt ab einem Grenzwert von über 1.000 ng/ml als anaboler
Wirkstoff.
Der Einsatz von Kortikosteroiden in Form von Inhalationen ist anzei-
gepflchtig. Die systemische Anwendung von Kortikosteroiden ist verboten.
Dazu einige Beispiele anzeigepflichtiger Medikamente:
Beclometason Aero Bec® Autohaler, Aero Bec® Dosieraerosol,
Beclohexal® Easyhaler, Bronchocort®- Dosieraero-
sol, Junik® Dosieraerosol, Junik® Autohaler, Sy-

nasthmax® Dosieraerosol, Sanasthmyl® Dosieraero-
sol, Sanasthmyl® Rotadisk, Ventolair® Autohaler
Budesonid Benosid® N Pulver zur Inhalation, Budecort®
Novolizer, Budeflat® V, Budes® Dosieraerosol, Bu-
desonid-ratiopharm® Dosieraerosol, Budesonid-
ratiopharm® Jethaler, Budesonid von ct® Dosieraero-
sol, Novopulmon® Novolizer® , Pulmicort® Turbo-
haler, Respicort® MAGtab,
Fluticason atemur® Dosieraerosol, atemur® Rotadisk,
atemur® Diskus, Flutide® Diskus, Flutide® Ro-
tadisk, Flutide® Dosieraerosol, Flutide® Ferti-
ginhalat
Die Kombinationspräparate admadisc® (Salmeterol, Fluticason), Symbicort®
(Formoterol, Budesonid) und Viani® (Salmoterol, Fluticason) sind anzeige-
pflichtig.
Gegen die Verwendung von Cromoglicinsäure als Spray, Tropfen, Inhalat und
Granulat bestehen keine Bedenken. Vorsicht: Die Kombinationspräparate
Aarane® und Allergospasmin® enthalten zusätzlich den verbotenen Beta-2-
Agonisten Repoterol.
Die Methylxantine Aminophyllin und Theophyllin (z.B. Euphyllin®) sowie
Ipratropiumbromid (z.B. Atrovent®) können indikationsgerecht eingesetzt
werden.
Cl 03.12.03

Medizinische Ausnahmegenehmigung - Hinweise
Stand: 06.02.2004
Internationale Standards fĂĽr den Einsatz von verbotenen Wirkstof-
fen zur Behandlung
WADA-Code International Standard for Therapeutic Use Exemptions
(TUE)
Der Code erlaubt Sportlern und ihren behandelnden Ă„rzten um die
Ausnahmegenehmigung nachzusuchen, verbotene Wirkstoffe oder
Methoden zur Behandlung von (chronischen) Erkrankungen einzuset-
zen.
Es gibt zwei Ebenen des Entscheidungsprozesses, und zwar (1) TUE –
Standard fĂĽr (chronische) Erkrankungen und (2) TUE - Abbreviated
Process ein vereinfachtes Verfahren nur fĂĽr den Einsatz der Beta-2-
Agonisten Formoterol, Salbutamol, Salmeterol und Terbutalin zur
Inhalation und Glukokortikoide bei nicht-systemischer Anwendung.
Vorgehensweise:
(1) TUE – Standard für chronische Erkrankungen wie z. B. Mor-
bus Crohn, insulinpflichtiger Diabetes mellitus., rheumatische
Erkrankung, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom,
Glaukom, Herz-/Kreislauferkrankungen
- Der Sportler fĂĽllt mit seinem behandelnde Arzt das in Frage
kommende Formular (TUE-1) aus.
- Der Sportler stellt ĂĽber den nationalen Fachverband (NF) einen
Antrag, laut WADA-Liste verbotene Wirkstoffe oder verbotene
Methoden (im folgenden nur Wirkstoffe genannt) zur Behand-
lung einsetzen zu dĂĽrfen.
- Der Ltd. Verbandsarzt sollte informiert werden. Er kann eine
Stellungnahme abgeben.

- Der Antrag fĂĽr internationale Spitzensportler wird vom NF an
den internationalen Verband (IF) weitergeleitet. Die ĂĽbrigen An-
träge werden der NADA zugestellt.
- Der Antrag muss mindestens 21 Tage vor dem nächsten Wett-
kampf gestellt werden.
- Dem Antrag ist eine vom behandelnden Arzt erstellte ausfĂĽhrli-
che Krankengeschichte, einschlieĂźlich aller erforderlichen dia-
gnostischen MaĂźnahmen sowie eine eindeutig belegte Diagno-
se als verschlossene Arztsache beizufĂĽgen.
- Der behandelnde Arzt muss die Medikation ausfĂĽhrlich be-
grĂĽnden und auch darlegen, warum keine andere Therapie
eingesetzt werden kann. Die ärztlichen Gutachten und Stel-
lungnahmen sollen nicht älter als drei Monate sein.
- Die Medikation darf keine zusätzliche Leistungssteigerung be-
wirken.
- Der Einsatz verbotener Wirkstoffe, um erniedrigte Spiegel von
endogenen Hormonen anzuheben, ist nicht als akzeptable the-
rapeutische MaĂźnahme anzusehen.
- Zu den Unterlagen gehören auch Hinweise zur Sportart, Diszip-
lin und Leistungsstand.
- Das Ergebnis mit entsprechender BegrĂĽndung geht in schriftli-
cher Form an den Sportler.
- Er erhält weiterhin ein Schriftstück (Certificate of Approval) mit
dem Hinweis auf die genehmigten Medikamente zur Weiterga-
be an seinen NF bzw. die NADA und zur Vorlage bei einer Do-
pingkontrolle.
.
(2) TUE – Abbreviated Process vereinfachtes Verfahren
Beta-2-Agonisten und Glukokortikiode als Inhalation
- Der Sportler fĂĽllt mit seinem behandelnde Arzt das in Frage
kommende Formular (TUE-2) aus.
- Der Sportler meldet (Notification) den aus gesundheitlichen
GrĂĽnden erforderlichen Einsatz von Beta-2-Agonisten (Formo-
terol, Salbutamol, Salmeterol, Terbutalin) und/oder Glukokorti-
koide als Inhalation seinem NF. Die Meldung fĂĽr internationale
Spitzensportler wird vom NF an den IF weitergeleitet. Die ĂĽbri-
gen Anträge werden der NADA zugestellt

- In dem Formular ist vom behandelnden Arzt eine eindeutig be-
legte Diagnose anzugeben. Die Untersuchungsbefunde - ins-
besondere die Lungenfunktionsprüfungen – müssen auf Anfra-
ge vorgelegt werden. Bei international startenden Sportlern
sind die Regeln des IOC bzw. des jeweiligen IF zu beachten.
- Der Name des Medikamentes, die Dosierung, Art und Dauer
der Anwendung mĂĽssen angegeben werden.
- Der behandelnde Arzt muss darlegen, warum keine andere
Therapie eingesetzt werden kann.
- Der Sportler erhält von der NADA ein Schriftstück, in dem der
Eingang des Formulars TUE-2 bestätigt und festgestellt wird, dass die
Medikation mit dem WADA-Code International Stan- dard for Thera-
peutic Use Exemptions (TUE-2) ĂĽbereinstimmt.
Nicht-systemische Anwendung von Glukokortikoiden
- Nicht-systemische Anwendung von Glukokortikoiden wird hier
definiert als Inhalation (s.v.), als örtliche Anwendung (After,
Augen, Haut, Nase und Ohren) oder als Injektion in Gelenke,
an Muskel- und Sehnenansätze usw.
- Nach der Behandlung wird das Formular TUE-2 vollständig
ausgefĂĽllt. D. h. vom behandelnden Arzt ist eine eindeutig be-
legte Diagnose anzugeben ebenso wie der Name des Medika-
mentes, die Dosierung, Art und Dauer der Anwendung.
- Der behandelnde Arzt muss darlegen, warum keine andere
Therapie eingesetzt werden kann.
- Der Sportler erhält das ausgefüllte Formular zur Weitergabe an
seinen NF bzw. die NADA. Der Sportler sollte eine Kopie bei
sich tragen, um sie bei einer Wettkampfdopingkontrolle vorle-
gen zu können.
Bei erforderlicher Notfallbehandlung mit Glukokortikoiden, bei der kein
Formular TUE-2 vorliegt, muss die Behandlung auf einer kurzen Be-
scheinigung – wie vorne beschrieben - dokumentiert und dem Sportler
mitgeben werden.

Wirkstoffe und Methoden verboten bei Wett-
kämpfen
Verbotene Wirkstoffe
S1. Stimulantien
Adrafinil, Amfepramon, Amiphenazol, Amphetamin, Ampheta-
minil, Benzphetamin, Bromantan, Carphedon, Cathin, Cloben-
zorex, Cocain, Dimethylamphetamin, Ephedrin, Etilampheta-
min, Etilefrin, Fencamfamin, Fenetyllin, Fenfluramin, Fenpropo-
rex, Furfenorex, Mefenorex, Mephentermin, Mesocarb, Me-
thamphetamin, Methylamphetamin, Methylenedioxyampheta-
min, Methylenedioxymethamphetamin, Methylephedrin, Me-
thylphenidat, Modafinil, Nikethamid, Norfenfluramin, Para-
hydroxyamphetamin, Pemolin, Phendimetrazin, Phentermin,
Prolintan, Selegilin, Strychnin und andere Wirkstoffe mit ähnli-
cher chemischer Struktur oder ähnlichen pharmakologischen
Wirkungen
S2. Narkotika
Buprenorphin, Dextromoramid, Diamorphin (Heroin), Hydro-
morphon, Methadon, Morphin, Oxycodon, Oxymorphon, Penta-
zocin, Pethidin,
S3 Cannabinoide (THC)
Haschisch, Marihuana
S4. Anabole Wirkstoffe
1. Anabole androgene Steroide (AAS)
a. Exogene AAS
Androstadienon, Bolasteron, Boldenon, Clostebol, Danazol,
Dehydrochloromethyltestosteron, Delta1-Androsten-3,17-Dion,
Drostanediol, Fluoxymesteron, Formebolon, Gestrinon, 4-
Hydroxytestosteron, 4- Hydroxy-19-nortestosteron, Mestenolon,
Mesterolon, Methandienon, Metenolon, Methandriol,
Methyltestosteron, Miboleron, Nandrolon, 19-
Norandrostenediol, 19-Norandrostenedion, Norbolethon,
Norethandrolon, Oxabolon, Oxandrolon, Oxymesteron,
Oxymetholon, Quinbolon, Stanozolol, Stenbolon, 1-Testosteron
(Delta1-Dihydro- Testosteron), Trenbolon und ihre Analoga und
andere Wirkstoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder
ähnlichen pharmakologischen Wirkungen

b. Endogene AAS
Androstenediol, Androstenedion, Dehydroepiandrosteron
(DHEA), Dihydrotestosteron, Testosteron und ihre Analoga und
andere Wirkstoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnli-
chen pharmakologischen Wirkungen
2. Andere anabole Wirkstoffe
Clenbuterol, Zeranol
S5. Petidhormone
Erythropoietin (EPO)
Wachstumshormon (hGH), Insulin-like Growth Faktor (IGF-1)
Choriongonadotrophin (hCG) verboten nur bei Männern
Gonadotrophine (LH) verboten nur bei Männern
Insulin
Kortikotropin
S6. Beta-2-Agonisten
alle, auĂźer Formoterol, Salbutamol, Salmeterol, Terbutalin zur
Inhalation
S7. Wirkstoffe mit antiöstrogener Aktivität
Aromatasehemmer, Clomiphen, Cyclofenil, Tamoxifen verboten nur
bei Männern
S8. Maskierungsmittel
Diuretika
Acetazolamid, Amilorid, Bumetanid, Cancrenon, Chlortalidon,
Etacrynsäure, Furosemid, Indapamid, Mersalyl, Spironolacton,
Thiazide (z. B. Bendroflumethiazid, Chlorothiazid, Hydrochlo-
rothiazide), Triamteren und andere Wirkstoffe mit ähnlicher
chemischer Struktur oder ähnlichen pharmakologischen Wir-
kungen
Epitestosteron, Probenecid, Plasmaexpander (z. B. Dextran,
HES)
S9. Glukokortikosteroide
verboten bei systemischer Gabe (oral, rektal, intravenös oder intra-
muskulär)
Verbotene Methoden
M1. Verbesserung des Sauerstofftransfers

a. Blutdoping
b. Einsatz von Produkten, die die Aufnahme, den Transport o-
der die Abgabe von Sauerstoff verbessern wie EPO, veränder-
te Hämoglobinprodukte, mikroeingekapseltes Hämoglobin,
Perfluorocarbonsäure, RSR13
M2. Pharmakologische, chemische und physikalische Manipulation
(des Urins)
M3. Gendoping
Wirkstoffe und Methoden verboten bei und außerhalb von Wettkämpfen
Verbotene Wirkstoffe
S4. Anabole Wirkstoffe
S5. Petidhormene
S6 Beta-2-Agonisten nur Clenbuterol und Salbutamol ĂĽber 1.000 ng/ml
S7 Wirkstoffe mit antiöstrogener Aktivität
S8 Maskierungsmittel
Verbotene Methoden
M1. Verbesserung des Sauerstofftransfers
M2. Pharmakologische, chemische und physikalische Manipulation
(des Urins)
M3. Gendoping
Wirkstoffe verboten in bestimmten Sportarten
P.1 Alkohol
Alkohol ist während des Wettkampfes bei den nachfolgenden
Sportarten untersagt. Wird kein Grenzwert angegeben, darf
kein Blut-/Atemalkohol nachgewiesen werden. Fliegen (FAI)
(0,2%o), BogenschieĂźen (FITA) (0,1%o), Motorsport (FIA), Billi-
ard (WCBS). Boules (CMSB) (0,5%o), FuĂźball (FIFA), Gymnas-
tik (FIG) (0,1%o), Karate (WKF) (0,4%o), Moderner FĂĽnfkampf
(UIPM) (0,1%o), Motorradsport (FIM), Rollerskating (FIRS)
(0,02%o), Ski (FIS), Triathlon (ITU) (0,4%o), Rudern (FILA).

P.2 Beta-Blocker
Acebutolol, Alprenolol, Atenolol, Betaxolol, Bisoprolol, Bunolol,
Carteolol, Carvedilol, Celiprolol, Esmolol, Labetalol, Levobuno-
lol, Metipranolol, Metoproindolol, Propranolol, Sotalol, Timolol
und andere Wirkstoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder
ähnlichen pharmakologischen Wirkungen
Bei folgende Sportarten dĂĽrfen Beta-Blocker bei Wettkampf-
kontrollen nicht nachgewiesen werden
Billiard (WCBS), Bob/Schlitten (FIBT), BogenschieĂźen (FITA),
Boules (CMSB), Bridge (FMB), Curling (WCF), Fliegen (FAI),
FuĂźball (FIFA), Gymnastik (FIG), Kegeln (FIQ), Moderner
FĂĽnfkampf (IUPM), Motorrad (FIM), Motorsport (FIA), Schach
(FIDE), Segeln Match Race (ISAF), SchieĂźen (ISSF) auch au-
ßerhalb der Wettkämpfe, Skispringen und Freistil Snowboard
(FIS), Schwimmen (Springen, Synchronschwimmen) (FINA),
Ringen (FILA).
P.3 Diuretika
Wirkstoffe wie vorn
Diuretika dĂĽrfen bei Wettkampfkontrollen in Gewicht bezoge-
nen Sportarten nicht nachgewiesen werden. Das sind: Body-
Building (IRBB), Boxen (AIBA), Judo (IJF), Gewichtheben
(IWF), Karate (WKF), Kraftdreikampf (IPF), Leichtgewichtsru-
dern (FISA), Ringen (FILA), Skispringen (FIS), Taekwondo
(WTF), Wushu (IWUF).
Hinweise zur WADA-Liste verbotener Wirkstoffe und verbotener Metho-
den

2004 Verbotsliste
Mit Ăśbernahme des Dopingkontrollsystems durch die WADA wurde die
Verbotsliste neu gestaltet. Die WADA veröffentlicht in Zukunft einmal im
Jahr - erstmalig zum 01.01.04 - ihre Liste der verbotenen Wirkstoffe und
verbotenen Methoden als internationalen Standard.
Zur Aufnahme in die Liste muss ein Wirkstoff oder eine Methode zwei
der folgenden drei Kriterien erfĂĽllen: (1) Die sportliche Leistung kann
gesteigert werden, (2) es besteht ein gesundheitliches Risiko und/oder (3)
es liegt ein VerstoĂź gegen den Geist des Sportes vor.
Die WADA-Liste mit den Beispielen verbotener Wirkstoffe zeigt
gegenĂĽber den vorangegangenen IOC-Listen einige Ă„nderungen,
die kurz angesprochen werden. Unter Stimulantien werden Koffein
und einige anderen Wirkstoffe nicht mehr aufgefĂĽhrt. Sie sind im
s. g. Monitoring Programm genannt. Ihr Einsatz soll 2004 beobach-
tet werden. DarĂĽber hinaus ist die Auflistung der Stimulantien
offen: Verboten sind auch Wirkstoffe, die von der chemischen
Struktur her oder von der pharmakologischen Wirkung zu den
Stimulantien gehören.
Unter Narkotika werden nur die Wirkstoffen genannt, die verboten
sind. Den Ausdruck und verwandte Verbindungen gibt es hier
nicht. Somit können auch starke Schmerzmittel wie z. B. Tramal®
(Tramadol) eingesetzt werden.
Cannabinoide werden jetzt unter den bei Wettkämpfen verbotenen
Substanzen aufgefĂĽhrt.
Bei Anabole Wirkstoffe ist die Aufstellung nahezu unverändert.
Die Liste der Beispiele ist in dieser Gruppe offen: Verboten sind
auch Wirkstoffe, die von der chemischen Struktur her oder von
der pharmakologischen Wirkung zu den anabolen Wirkstoffen
gehören
Clenbuterol, Zeranol und Salbutamol (über 1.000 ng/ml Urin) zäh-
len zu den sonstigen anabolen Wirkstoffen, die bei Kontrollen
außerhalb der Wettkämpfe nicht nachgewiesen werden dürfen.
Beta-2-Agonisten finden sich nicht mehr unter den Stimulantien.
Sie haben eine eigene Gruppe.. Alle Beta-2-Agonisten sind bei
Wettkampfkontrollen verboten auĂźer Formoterol, Salbutamol,
Salmeterol und Terbutalin als Inhalation zur Behandlung asthma-

tischer Zustände. Es muss jedoch eine Medizinische Ausnahme-
genehmigung –vereinfachtes Verfahren (TUE-2) beantragt werden.
Siehe Medizinische Ausnahmegenehmigung - Hinweise
Peptidhormone und Wirkstoffe mit anti-östrogener Aktivität un-
verändert.
Die Diuretika werden als Gruppe unter Wirkstoffe verboten in
bestimmten Sportarten aufgefĂĽhrt. Gemeint sind gewichtsbezoge-
ne Sportarten. Ferner werden die Diuretika unter Maskierungsmit-
tel genannt. Sie spielen aber nur dann eine Rolle, wenn zusätzlich
ein verbotener Wirkstoff - auch unterhalb des Grenzwertes –
ermittelt wird.
Die Lokalanästhetika werden nicht mehr gelistet.
Systemischer Einsatz von Glukokortikoide ist verboten. Der nicht
systemische, lokale Einsatz muss auf einem Formular der Medizi-
nische Ausnahmegenehmigung –vereinfachtes Verfahren (TUE-2)
dokumentiert werden. Siehe Medizinische Ausnahmegenehmi-
gung - Hinweise
Die verbotenen Methoden sind unverändert.
Zu Alkohol, Beta-Blocker und Diuretika sind die betroffenen
Sportarten genannt.


25. February 2020
Mitglied

Helga Regner
© ksv-friedberg.de - 2020 Impressum