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Was ist Kung Fu
Kung Fu Was ist Kung Fu ? Im alten China bedeutete der Begriff "Kung Fu", hart zu arbeiten, sorgf├Ąltig zu studieren und Geschicklichkeit zu ├╝ben. Dies konnte sich auch auf solche K├╝nste wie Malerei, Poesie oder Kochen beziehen. Solange der Lernende auf das Ziel der Vortrefflichkeit und der Perfektion in seiner Kunst hinarbeitete, sagte man, er sei erf├╝llt vom "Kung Fu". Sp├Ąter ├Ąnderte sich die Bedeutung und bezog sich insbesondere auf die vielen chinesischen Kriegsk├╝nste. Noch heute hat der Begriff etwas von der urspr├╝nglichen Bedeutung beibehalten, denn es erfordert harte Arbeit, flei├čiges Studium und st├Ąndiges Praktizieren, um die Kunst des Kung Fu zu erlangen. Kung Fu dient nicht nur der Selbstverteidigung sondern vor allem auch der F├Ârderung der Gesundheit und der Erziehung von K├Ârper und Geist. Wo hat alles angefangen ? Der Geschichte nach hatte Kung Fu seinen Ursprung vor mehr als 1500 Jahren im Shaolin Tempel, einem buddhistischen Kloster zum Studium der Religion, der Philosophie und der Politik. Dort benutzten die M├Ânche Yoga, um ihren von den Studien ersch├Âpften Geist und K├Ârper im Gleichgewicht zu halten. Die M├Ânche glaubten, da├č eine gesunde Entfaltung des Geistes nur durch einen disziplinierten K├Ârper erreicht werden k├Ânne. Als nun ein indischer Prinz namens Tamo - ebenfalls buddhistischer M├Ânch - den Tempel besuchte, sah er, da├č die M├Ânche ihre meditativen Praktiken ziemlich d├╝rftig aus├╝bten. In der Tat schliefen die M├Ânche oftmals w├Ąhrend der Meditation ein. Tamo folgerte, da├č vielleicht die sitzenden Stellungen des Yoga dazu beitrugen und deshalb lehrte er den M├Ânchen eine Anzahl von Bewegungen, die er die "18 H├Ąnde des Lo-Han" (der 18 H├Ąnde Buddha) nannte. Diese Bewegungen waren t├Ąnzerisch nat├╝rlich, enthielten aber auch anstrengende K├Ârper├╝bungen und Techniken zur St├Ąrkung des Atmungssystems und der Muskulatur. Sp├Ąter wurden Bewegungen hinzugef├╝gt, die der Selbstverteidigung dienen sollten. Diese wurden nach Tamos Tod von nachfolgenden M├Ânchen auf 72 erweitert, wobei gleicherma├čen Wert auf Gesten f├╝r den meditativen Tanz wie auch auf Techniken der Selbstverteidigung gelegt wurde. Als die M├Ânche in der Tierwelt neue Bewegungen entdeckten, teilten sich die Bewegungen bald in 5 grundlegende Gruppen (Stile). Diese 5 Stile waren der Leopard (pao), der wei├če Kranich (hok), der Tiger (fu), der Drache (lung) und die Schlange (shi). Jeder Stil studierte die Bewegungen seines tierischen Namensvetters und benutzte sie in seinem System. Das war jedoch nicht das Ende der Entwicklung des Kung Fu. Als sp├Ąter der Tempel zerst├Ârt wurde, lehrten nur f├╝nf dem Tod entronnenen M├Ânche den Tempel-Box-Stil weiter. Bald fand Kung Fu seinen Weg in andere L├Ąnder. Nachdem es modifiziert und den Bed├╝rfnissen der dort lebenden Menschen angepa├čt wurde, ├Ąnderte es sich in Selbstverteidigungsk├╝nste wie Jiu Jitsu, Judo, Karate, Tae-Kwon-Do und viele andere. Wichtige Unterschiede der Stile? Klassisches und modernes Kung Fu Klassische Kung Fu- Stile haben sich im Laufe der Zeit keiner gro├čen Ver├Ąnderung unterzogen. Ein Sch├╝ler einer klassischen Schule w├╝rde z.B. einen Solo-Faustschlag genauso ausf├╝hren, wie ein Meister dieser Schule es vor Jahren gelernt hat. Diese Schulen sind in der Tat stolz darauf, einen "reinen Stil" zu lehren, d.h. einen Stil, der sich in Bezug auf das System nicht ge├Ąndert, vermindert oder gewechselt hat. Die Klassischen Stile sind starke Stile und die mannigfaltigen Systeme bringen oft eine bessere Kampfkunst hervor, als die der modernen Lehrer und deren Methoden. Warum unterzieht sich das Kung Fu dann heute einer Art Revolution? - Haupts├Ąchlich wegen der k├Ąmpferischen Seite der Kunst. Im alten China waren nur wenige Leute privilegiert, etwas ├╝ber das K├Ąmpfen zu wissen, noch weniger ├╝ber die Kunst des Kung Fu. Dies erkl├Ąrt auch, warum das klassische Kung Fu damals den Anspr├╝chen gen├╝gte. Heutzutage gibt es in unserem Land wahrscheinlich nur wenige, die nicht etwas ├╝ber das Boxen oder andere Kampfformen wissen. Deshalb wurden - zum Vorteil des Lernenden - einige Stile angepa├čt, bzw. andere entwickelt, um den Bed├╝rfnissen der Zeit gerecht zu werden. Modernes Kung Fu kann man etwa so definieren: Stile, die von anderen Stilen Techniken leihen, von anderen Stilen lernen und sie ├╝ben - mit einem Auge schon auf einen bevorstehenden Stra├čenkampf gerichtet - gegen einen Gegner, der mehr Kenntnisse hat. Kung Fu- Stile k├Ânnen eine Kombination von anderen Stilen sein - neuerarbeitet zu einem System. Auch wenn jeder Stil versucht, sich den heutigen Bed├╝rfnissen anzupassen, so bedeutet dies jedoch f├╝r klassische Systeme keinen Wertverlust, denn es gibt wahrscheinlich keinen besseren Weg, eine gute Grundlage in der Selbstverteidigung zu erlangen. Hat man sich einmal dem Training eines klassischen Stils unterzogen, so wird einem das Erlernen anderer Stile relativ leicht fallen. Waffen Die Waffen, mit denen ein Kung Fu- Anf├Ąnger oft arbeitet, sind nicht nur Spiel oder Spa├č, sondern erfordern ein hohes Ma├č an Geschicklichkeit. Sie werden nicht nur als erforderliche Verbindung zum traditionellen Kung Fu praktiziert, sondern auch deshalb, weil vieles einem Sch├╝ler nicht anders beigebracht werden kann. Man nehme z.B. einen Sch├╝ler, welcher sich einem einfachen Stockkampftraining unterzieht: Er lernt dabei Dinge wie Brennpunkt, Einstellung, Entfernung, Timing, und eben all diese Feinheiten bilden die St├Ąrke, da der Stock durch die Zeit, welche die Bewegungen ben├Âtigen, immer schwerer wird. Es gibt viel wertvollen Unterrichtsstoff, den man auf dem Gebiet der Waffen erlernen kann. Jede Waffe hat einen bestimmten Zweck, eine bestimmte Aufgabe. Ein nicht sofort erkennbarer Vorteil des Erlernens von Waffentechniken ist der, da├č ein K├Ąmpfer, ohne einen S├Ąbel oder einen Speer mit sich herumtragen zu m├╝ssen, auch einen Ast oder jeden anderen Gegenstand als Verteidigungswaffe effektiv gegen einen oder mehrere Angreifer einsetzen k├Ânnte.
21. August 2019
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